Liebe zu einem Beruf, der hohen Einsatz fordert

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Größter  Rindfleischerzeuger in Europa (18,9 Millionen Rinder) 60  Muttertiere im Schnitt pro Betrieb 62 %  der Züchter haben sich der Charta der guten Zuchtpraktiken angeschlossen 90 %  des Futters stammen vom selben Hof

Jahrhundertealte Traditionen nutzen und sich zugleich den neuen Gegebenheiten eines zukunftsorientierten Berufs stellen – vor diesen Aufgaben stehen französische Züchter.

Als eines der großen Rindfleischerzeugerländer stützt sich Frankreich auf kleine Betriebe

Mit 18,9 Millionen Rindern ist Frankreich der größte Fleischerzeuger Europas. Die Besonderheit dabei ist die geringe Größe der Betriebe, denn im Schnitt zählen sie nicht mehr als 60 Muttertiere! Häufig handelt es sich um Familienbetriebe, deren Größe überschaubar ist. Seit jeher sind sie überall dort zu finden, wo regelmäßige Regenfälle Gras und Futter sprießen lassen.

Seit vielen Generationen lebt der Mensch im Einklang mit dem Tier

In Frankreich hat die enge Verbindung zwischen der Rinderzucht und der von vielen Züchtergenerationen gepflegten und bewirtschafteten Natur Tradition. Warum verschreiben sich die Menschen dieser Aufgabe? Die Arbeit mit Tieren bedeutet für sie Nähe zu allem, was sich regt, und ein Leben mit der Natur und ihren Ressourcen. Ihre Tätigkeit steht in engem Bezug zum natürlichen Kreislauf von Wasser und Kohlenstoff und damit auch zu den Jahreszeiten und zum Leben. Bei der Beobachtung von Tieren, Böden, Wasserqualität und Wetter ist der erfahrene Blick dieser Menschen unersetzlich. Sie wissen genau, wann es Zeit für die Ernte oder für den Weidewechsel ist.

Mit einem Pass kann jedes Tier ein Leben lang identifiziert werden

Um eine lückenlose Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, wird jedes Kalb bei Geburt an beiden Ohren mit einer zehnstelligen Nummer gekennzeichnet, die auch in seinen Pass eingetragen wird. Der Pass enthält einen Bereich für die Gesundheitsbescheinigung der Veterinärbehörden. All diese Daten werden auf nationaler Ebene in Datenbanken gespeichert.
Der Züchter seinerseits notiert alle Informationen in seinem Zuchtregister: Transporte, Gesundheitszustand und Medikation der Tiere, Daten zur Rückverfolgbarkeit des Futters usw.

Zwei Drittel der Züchter haben sich der Charta der guten Zuchtpraktiken angeschlossen

1999 wurde die Charta erstellt, um die Erwartungen von Partnern und Verbraucher bezüglich der guten Praktiken noch besser zu erfüllen. Die Charta verpflichtet jeden Züchter zur Einhaltung sechs wesentlicher Punkte: Garantie der Rückverfolgbarkeit der Tiere seines Betriebs; Sicherstellen der Gesundheit seiner Tiere; gesunde und ausgewogene Fütterung der Tiere; Gewährleisten des Tierwohls und der Sicherheit der im Betrieb arbeitenden Menschen; Beitrag zum Umweltschutz.

Sicheres, auf dem Hof produziertes Futter

Hormone und Tiermehl sind seit 1990 verboten. Die Nahrung der Rinder setzt sich ausschließlich aus pflanzlichen Bestandteilen und Mineralstoffen zusammen.
Die Fütterung der Tiere durch die Landwirte ist autark, denn 90 % des Futters werden auf dem Hof selbst erzeugt. In erster Linie besteht es aus Gras, das die Tiere direkt auf der Weide finden oder das an sie verfüttert wird – ob frisch oder als Heu und Silage. Aber auch Silomais von der ganzen Pflanze, Luzerne, Getreidearten wie Weizen oder andere Eiweißpflanzen wie Raps werden verfüttert. Diese Diversifizierung ermöglicht nicht nur eine ausgewogene Ernährung, sondern sichert zudem ausreichenden Futtervorrat für das ganze Jahr.